Ein einsamer Bär verliert seine Zuckerwatte - sein letztes Vergnügen in seiner Einsamkeit. Er verliert sie und schlittert in die Depression. Doch ein kleiner ebenfalls einsamer, unbedeutender Igel bringt die Zuckerwatte zurück und löst das Problem der Einsamkeit endgültig mit dem Beginn einer Freundschaft.


Volltext: (Links lesen, bis anderes gesagt wird!)

Es war einmal ein kleiner Igel,
welcher lebte auf einem großen Hügel.

Wie sein Volk er schüchtern war –
er meist allein im ganzen Jahr.

Seine Prominenz und unbedeutend klein,
seine Existenz immer fein daheim.

Eines Abends fündig war der Igel
auf der Wanderung zu seinem Hügel.

Es lag auf brauner Matte
ein Herz aus rosa Watte.

Nicht weit entfernt der Besitzer suchte,
der Bär über die Erfolglosigkeit fluchte.

Allein und verlassen von seinem Schatz
er davonging schon im selben Satz.

Traurig wirkte die arme Watte,
die welche jetzt verlassen,
sie die Macht nicht hatte,
sich finden zu lassen.

Der Ruf des Igels gen Ferne,
war ungehört wie all die Sterne.

Bald aufgeregt er fasst die Aufgabe:
Die Watte muss zurück zum Knabe‘!

Erfüllt von neuem Fleiß,
wird ihm sobald heiß.

Er mit guten Herzen zuerst knuffig,
er ohne Schmerzen dann äußerst mutig.

So beschloss der Igel seine Reise
er lebendig loslief, jedoch ganz leise.

Steiniger Weg lag vor ihm,
so überwinden tat er sich,
doch das Glück war dahin,
da es machte einen Strich.

Ein Windstoß beschmutzte all die Watte,
sie dann Staub auf sich hatte.

Von dem Pech er musste gar viel weinen,
weil so wollte er dem Besitzer nicht erscheinen.

Glück, daraus sollte seine heitere Botschaft sein,
doch war die Watte nicht mehr rein.

Das Glück nun fortan bräunlich sehr.
„Ob der Bär noch glücklich wär‘?“

Alles tat der eifrige Igel,
um das Rosa wieder rein zu waschen,
die Watte wie eine Zwiebel,
es hieß das Schlechte fort zu naschen.

Und so wurde er der Lage Herr,
doch fand des Herzens Form nicht mehr.

Er in seiner Pflicht,
er sich auf dem Weg verspricht,
die Entscheidung zum Verzicht,
die des Bärs aus seiner Sicht

(Jetzt rechts lesen)

Es war einmal ein großer Bär,
er empfand sein Herz so leer.

Er allein war und gar entzweit,
nur klar war all sein Leid. 

Wenig gab es in dem Schmerz,
welcher ihn bewegte,
nur die Liebe zum rosanen Herz,
die er pflegte.

Sie stets unbedachte
Freude zu ihm brachte,
und die Einsamkeit sachte
so zunichte machte.

Doch eines Tages war verloren,
das Glück vom Pech verschluckt,
das Herz vom Wind verdruckt
und verschwunden war wie ungeboren.

Tränen flossen viel in aller Schar,
für den Bär alles verloren war.

Es ginge nur wenig runder,
da wie durch ein Wunder
später dann wie aus Zauberei,
dort stand nach langer Trapperei
ein Igel vor ihm frei,
haltend Taschentuch und rosa Ei.

Verlorenes zurückgefunden hat nach den Böen,
der Traurige darauf sehr dankbar schön‘.

Der Igel selbst nicht mehr unbedeutend,
der Erfolg der Mission gar hochbedeutend.

Zum Glück - als letzter Akt -
der Igel nach des Bären Namen fragt.

Niemand fragte je nach solchem Wissen,
wobei der Bär vom Herz ganz zerrissen
sich letzten Endes aber dann erinnert,
was auch sein Gegenüber an ihm gernhat.

Das Geschenk so zum Sommerrot,
das Rosane wie das täglich Brot -
Liebe, Leben und Freundschaft bot,
was der Einsamkeit war ihr ersehnter Tod.

Die Bedeutung einer Freundschaft,
sie immer tiefer Eigenschaft,
stehts mit heller Leuchtkraft
und bringend neue Leidenschaft.

Und so endet die Reise schön,
sich beide werden viele Jahre wiedersehen.

 

Abbildung – Furaffinity - mixvariety - https://www.furaffinity.net/view/15596809/ (21.04.2022)

Hinweis: Diese Geschichte wurde 2022 auf Wattpad gepostet und wurde mehrmals (als Benchmark) auch auf anderen Plattformen veröffentlicht, wobei inzwischen nur noch die Version auf Wattpad online sein sollte. Diese Seite ist mit Einführung des Portfolios als Quelle zu sehen!