Problemstellung und Ziele: Wie kann ein kostengünstiger 3D-Drucker im Großformat gebaut werden?
Ergebnis: Ein nützliches Gerät für Prototypen wurde gebaut und für Langlebigkeit erweitert. Die Produktionen sind im Beitrag 3D-Druck zu finden.
Technische Daten
- Produkt:
- Tronxy X5SA
- inkl. Direct Drive Upgrade Kit + Titan-Extruder
- inkl. PEI-textuiertes Druckbett
- Druckvolumen: 330 x 330 x 400 mm
- Druckgeschwindigkeit: 20-100 mm/s (Empfohlen: 60 mm/s)
- Schichtdicke: 0,1–0,3 mm
- Düsendurchmesser: 0,4 mm
- Filament-Kompatiblität: 1. 75 mm, PLA / ABS / PETG / TPU / Flexibel
- Schnittstellen: TF-Karte & USB (Cura, Repetier-Host, Tronxy Slice Software)
- Features: Automatische Niveauregelung, Druckvorgang nach Stromausfall fortsetzen, Filamentauslauferkennung
Projektphasen
- Bauphase: In seinen Einzelteilen wurde das Gerät in Rekordzeit (6 statt 8-24h) gebaut.
- Test-, und Kalibrationsphase: Die Nachteile der Bowdentube-Konfiguration wurden schnell deutlich. Etwaige Risse und Fäden mit dem PLA-Druckmaterial konnte ich beheben. Es ist wegen der XY-Zugstrippen jedoch nicht möglich perfekt symmetrische Objekte zu drucken. Mechanische Teile zu drucken ist auch wegen der Ungenauigkeit der Stepper sowie des leicht schwingenden Druckkopfes nicht sinnvoll.
- Erweiterungsphase: Für seinen seltenen Betrieb war die Qualität der Bauteile hervorragend – obwohl der Drucker „nur“ 350 € kostete. Bekanntlich ist der Verschleiß der Komponenten jedoch sehr hoch. Die Düse erwies sich daher nach dem Extruder in seiner Bowdentube-Ausstattung als das nächste Problem, da sie sich sehr schnell abnutzte. Wegen des seltenen Einsatzes wurde nicht auf Geschwindigkeit oder Energieverbrauch, sondern auf ein besseres Druckergebnis gezielt. Zudem wurde das alte Druckbett durch ein textuiertes PEI-Druckbett für eine bessere Haftung sowie Loslöse ersetzt. (Ersichtlich ist dies in einem der 3D-Druck-Ergebnis-Bilder.)
Fazit: Als erster 3D-Drucker war dieses Geschenk - als Dank für die Hilfe beim Rollerplausch (Danke nochmals, Gerhard!) - ein Experiment. Die Lernkurve war recht steil und wegen der Giftgasgefahren habe ich auf andere Materialien bislang verzichtet. Das Lernen der einzelnen Features des Slicers sowie die physischen Anpassungen waren oft frimmelig. Jedoch sind, wie die Bilder der Ergebnisse zeigen und erahnen lassen, die Produktionen immer besser geworden. Sowohl der Bau des Druckers als auch der seltene, jedoch zielstrebige Einsatz haben sehr viel zum Leben als auch technischem Verständnis beigetragen.




